Archiv für die Kategorie „Bahnhofsgeflüster“
Es ist vollbracht! :)
Oh jaaa, wir wissen ganz genau, was unseren Leserinnen und Lesern auf den Nägeln brennt!
Denn nach den Suchanfragen, mit denen Besucher von z.B. Google zu uns kommen, lautet eine der absoluten Top-Suchanfragen “DT5″. Über 150 mal wurden Besucher mit diesem Suchbegriff zu uns umgeleitet. Bei dem DT5 handelt es sich um den neuesten U-Bahn-Zug, der ab 2011 hauptsächlich auf der Linie U4 Richtung Hafencity bzw. Billstedt zum Einsatz kommen wird.
2008 und 2009 berichteten wir bereits über den DT5 und die ersten Gerüchte. Jetzt, 2010, ist es endlich vollbracht. Der erste der Züge wurde ausgeliefert!
Für 240 Millionen Euro (was für eine Summe!) wurden dieser und werden weitere 67 Züge gefertigt.
Für die Metaller unter uns: Die Züge sind laut ThyssenKrupp aus Nirosta 4318 gefertigt. Dadurch werden sie besonders leicht und verbrauchsfreundlich.
Deutsche Bahn baut Kundenfreundlichkeit weiter aus!
Die Deutsche Bahn möchte auch in Zukunft ihrem Image als schneller, sauberer, zuverlässiger und preisgünstiger Verkehrsdienstleister gerecht werden. Deshalb plant man momentan eine massive Imagekampagne. In dieser Imagekampagne werden Bahnfahrer, die versuchen das hervorragende System durch Vortäuschung von Unwissenheit zu hintergehen, direkt zur Rechenschaft gezogen. Es ist davon auszugehen dass wenn dieses positive System Akzeptanz findet, es sicherlich auch im Geltungsbereich der S-Bahn Anwendung finden wird:
http://www.welt.de/wirtschaft/article4191992/Bahn-will-jeden-Schwarzfahrer-sofort-anzeigen.html
(Wer Ironie in diesem Artikel gefunden hat, darf sie behalten!
)
Inconvenience
“Inconvenience” wird nicht In-konn-wenn-jens ausgesprochen, auch wenn die S-Bahn-Durchsagen-Sprecher an den Bahnsteigen Euch das hier in Hamburg gerne glauben machen würden.
“Sänk ju vor träwelling with Deutsche Bahn” ist das passende Buch, das mir dazu gerade einfällt.
Es wird Zeit
Ich finde, die Zeit ist reif. Der HVV sollte ein neues, mutiges Experiment wagen und den S- und U-Bahnverkehr auch unter der Woche nachts betreiben. Man war damals beim Wochenendverkehr ebenfalls skeptisch, ob es funktionieren würde, aber man hat der Sache eine Chance gegeben. Keiner erwartet, dass mit Vollzügen im 10-Minuten-Takt gefahren wird. Es würden auch schon Halbzüge ausreichen, die z.B. alle 30 Minuten fahren. Auch sollen die Züge nicht ganz bis Buxtehude fahren. Es würde reichen, wenn der Großbereich aktiv wäre und die drei wichtigsten Linien: S1, S21, S3, U1, U2 und U3.
Pendler könnten endlich auch in aller Frühe ihre Arbeit erreichen und wären nicht mehr auf das Auto angewiesen. Man müsste abends, wenn man mal unterwegs ist, nicht mehr auf die Zeiten der Bahnen achten. Oft genug habe ich Veranstaltungen um 23:30 Uhr verlassen, weil es sonst mit der Rückfahrt zu knapp geworden wäre. Viele neue Zugführer würden diese Zusatzzüge fahren und somit würden neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Nachteile die mir einfallen, wären eine Erhöhung der Kriminalität und natürlich auch die Schwierigkeit, Gleise und Gleisanlagen nachts vernünftig zu warten.
Damals gab man dem nächtlichen Wochenendverkehr eine Chance, sich zu bewähren. Ein Jahr lang hat man getestet, ob es funktionieren würde. Ich plädiere dafür, dem Verkehr unter der Woche ebenfalls so ein Probejahr zu gewähren. Ich glaube, Hamburg ist dafür reif.
Die Vorteile nochmal im Überblick:
- Schaffung von Arbeitsplätzen durch zusätzliche Schichten
- Bei Personen, die komplett auf den Nahverkehr angewiesen sind, kein Zeitdruck mehr zum späten Abend hin
- Eventuell höhere Einnahmen
- Entlastung von Pendlern, die sehr früh morgens zur Arbeit müssen
Die Nachteile:
- Wartungs- und Sanierungsarbeiten nur unter Schwierigkeiten möglich
- Höhere Kosten
- Eventuell Anstieg der Kriminalität
S- und U-Bahnverkehr unter der Woche: Reiner Unsinn oder das Verkehrsmodell der Zukunft?
Stadtrad Hamburg radelt an den Start
Das neue Stadtrad Hamburg ist an den Start gerollt. Ab sofort ist es möglich, an vielzähligen Leihstationen im Hamburger Innenstadtbereich Fahrräder auszuleihen. Zunächst muss man sich im Web registrieren. Das kostet einmalig 5 Euro, die man aber als Guthaben gutgeschrieben bekommt und für zukünftige Fahrten verwenden kann. An der Leihstation selber gibt es dann ein Terminal. Von diesem Terminal erhält man einen Code. Wird dieser am Fahrrad eingegeben, öffnet sich das Schloss und die Fahrt kann beginnen. Alternativ ist es auch möglich, diesen Vorgang mit einem Handy durchzuführen.
Die Gebührenstruktur ist simpel: Von der 1. bis zur 30. Minute zahlt man nichts. Die 31.-60. Minute kostet 4 ct pro Minute, ab der 61. Minute zahlt man 8 Cent. Ein Tag (24 Stunden) kostet aber maximal 12 Euro.
Inhaber einer HVV-Jahreskarte oder einer Bahncard zahlen weniger. Für sie kostet das Stadtrad ebenfalls in den ersten 30 Minuten nichts. Danach kostet es von der 31. bis zur 60. Minute 3 Cent pro Minute und ab der 61. Minute 6 Cent pro Minute. Auch hier ist der Betrag auf 12 Euro am Tag gedeckelt.
Ich finde das System persönlich von der Grundidee her gut und habe mich auch gleich mal registriert. Natürlich ist eine Expansion der Entleihstellen dringend notwendig, aber das braucht auch Zeit. Bis zur Fertigstellung der jetzt vorhandenen Stationen war es schon ein sehr langer Weg. Die Gebühren allerdings finde ich persönlich noch zu hoch. Gerade für HVV-Abonennten wäre es fair, vielleicht eine ganze Stunde als Freistunde zu setzen. 12 Euro am Tag als Deckel finde ich zu teuer, weise aber zeitgleich auf den Aufwand hin den ein solches Entleihnetz erfordert. Die Fahrräder sollen ja auch funktionieren. Ein Tretboot an der Alster zu entleihen kostet nach meinem letzten Kenntnisstand satte 10 Euro pro Stunde! Von einem Fahrrad hat man da sicher mehr.
Ich hoffe, dass vandalismusbereite Personen die Fahrräder weitgehend in Ruhe lassen. Es wäre zu schade, wenn von ihnen ein Großteil aufgrund solcher Vorkommnisse nicht benutzbar wäre.
Mehr dazu gibt es hier:
Das Stadtrad: schnieker Flitzer oder lahme Krücke? Kommentare wie immer in die Kommentarbox.
Die Stadtbahn – top oder flop?
Dass die Stadtbahn nicht nur Freunde hat, sondern auch Kritiker, beweisen die Zuschriften der Leserschaft des Hamburger Abendblatts. Ich selber zählte mich anfänglich auch zu den Kritikern dieser Bahn. Mittlerweile ist es so, dass ich die Bahn selber befürworte, aber die Finanzierung bezweifle. Ich denke, es wird zwangsläufig darauf hinauslaufen, dass das Projekt weit teurer wird als veranschlagt. Warum? Ganz pauschal gesagt: Weil es bei Hamburger Projekten bislang meistens so war!
Andererseits kann ein solches Bauvorhaben auch ein wichtiger Impulsgeber für die Wirtschaft der Stadt sein und solche Impulsgeber brauchen wir gerade mehr denn je!
Wie ist Eure Meinung? Ist die Stadtbahn top oder eher ein Flop?
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