Johnny Cash lebt!

Zumindest in Form zweier U-Bahn-Musikanten, die unsere werte U3 soeben betraten. Der eine spielte Gitarre, der andere war dafür zuständig den Inhalt der Fahrgastportemonaies einzukassieren. Eine Frau in Rot an der Tür fragte den Gitarrero: “Und? Was singen wir heute?”, woraufhin er vorschlug: “Johnny Cash!”. Die Frau war begeistert. Der Gitarrenspieler war garnicht mal schlecht, im Vergleich zu dem was in Hamburg schon meine Ohren beleidigt hat. Für einen kurzen Augenblick kam fast Stimmung auf, auch wenn der schüchterne Gesang nicht so richtig passte. Die Frau in rot ließ es sich nicht nehmen, lautstark mitzusingen.

Das war dann der Punkt, ab dem meine Ohren dann doch wieder beleidigt waren. Krönender Abschluss ihrerseits war dann noch ihre Predigt über Israel, Palästina und den Weltfrieden und als sie einen Fahrgast fragte: “Sie sind doch auch gut betucht, nech? Was halten sie davon…?”

Um es mit den Worten zweier Damen mittleren Alters beim Aussteigen auszudrücken: “Gut, dass wir umsteigen müssen. Das war ja nicht auszuhalten.”

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